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an die Flottenschule |
Walter Steffens wurde am 4. März 1903 als Sohn eines Arbeiters in Hamburg-Harburg geboren. Schon in frühester Jugend fand er den Kontakt mit den revolutionären Arbeitern. 1930 trat er der Partei Ernst Thälmanns, der KPD bei und organisierte sich in der "Roten Marine", einem Teil des Rotfrontkämpferbundes in Hamburg. Aktiv beteiligte er sich am Kampf gegen den Faschismus. 1933 wurde Walter Steffens verhaftet. Nach seiner Entlassung aus dem KZ Fuhlsbüttel arbeitete er in der Illegalität weiter bis schließlich die Zentrale ihn zur Emigration in die CSR veranlaßte. Nun führte er von hier aus den antifaschistischen Kampf weiter. 1938 ging er nach Spanien. Mit der Waffe in der Hand kämpfte er in der Dimitroff-Gruppe der XI. Internationalen Brigade gegen den Faschismus. Nach dem Übertritt der Internationalen Brigaden nach Frankreich kam er in das berüchtigte KZ St. Vernet. Mit weiteren 60 Kommunisten wurde Walter Steffens nach Nordafrika ins Lager Dzelfe überführt. Von hier aus hatte er Gelegenheit, in die Sowjetunion auszureisen. Als Mitglied des Nationalkommitees "Freies Deutschland", an der Seite sowjetischer Partisanen, nahm er an mehreren Einsätzen gegen die Faschisten teil. Im April 1946 kehrte Walter Steffens aus der Sowjetunion zurück. Er wurde mit dem Aufbau der Wasserschutzpolizei im Lande Mecklenburg-Vorpommern beauftragt. Ab 1950 war er der operative Leiter der Grenzpolizei-Nord der DDR. Am 1. März 1950 wurde Walter Steffens berufen, den ehemaligen und völlig zerstörten Seefliegerhorst Parow zu übernehmen und eine Schule für die Seepolizeiangehörigen aufzubauen. Er war damit der erste Kommandeur der späteren Flottenschule, in der Unteroffiziere und Matrosenspezialisten für die Volksmarine der DDR ausgebildet wurden. Aus den ersten Lehrgängen dieser Schule sind eine ganze Reihe von Kommandeuren der Volksmarine hervorgegangen. Für seine großen Verdienste wurde Walter Steffens mit dem "Vaterländischen Verdienstorden" in Bronze und Silber, mit der "Verdienstmedaille der NVA" in Silber und Gold, mit der "Hans-Beimler-Medaille", der "Ernst-Moritz-Arndt-Medaille", der "Ernst-Schneller-Medaille", der "Medaille Kämpfer gegen den Faschismus", der "Medaille für Waffenbrüderschaft" und anderen Auszeichnungen geehrt. Der Chef der Volksmarine Admiral Ehm zeichnete Kapitän zur See a. D. Walter Steffens mit einem Ehrendolch der Volksmarine mit Gravur aus. Walter Steffens verstarb am 9. Dezember 1968. Der Flottenschule in Parow wurde ihm zu Ehren am 1.12.1970 sein Name verliehen. |